Altersarmut und Frauen

Das Projekt „Zonta gegen Altersarmut bei Frauen“ nimmt Fahrt auf

Mittlerweile wird das Projekt "Zonta gegen Altersarmut bei Frauen" von sehr vielen Zonta-Clubs in Deutschland unterstützt. Neben der finanziellen Unterstützung steht immer auch der präventive Aspekt im Vordergrund, also die Aufklärung darüber, was man in jungen Jahren tun kann/muss, um seinen Lebensstandard zu sichern.

Wir möchten in diesem Zusammenhang auf die Aktivitäten des Zonta Clubs Offenburg-Ortenau hinweisen. Mit dem Projekt „Altersarmut Frauen. Sichtbar machen und Strategien entwickeln“ hat der ZONTA Club Offenburg-Ortenau 2016 den Ideenwettbewerb der Landesregierung Baden-Württemberg „Strategien gegen Armut“ gewonnen. Durch die Förderung mit Landesmitteln war der Aufbau der unten stehenden Internetseite möglich:

Websit Landingpage

http://zonta-gegen-altersarmut.de/home/altersarmut-kein-thema/

Und auch die Münchner Clubs haben eine sehr informative Präsentation zum Thema gestaltet zum Beipsiel mit einem Vortrag von Jutta Blechschmidt beim Zonta Bruchsal vor ca. 60 Zuhörern.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch folgenden Aufruf gerne weiter im Kreis der Zontians verbreiten:

Wer hätte ebenfalls Lust und Zeit, sich bei der Prävention von Altersarmut bei Frauen aktiv einzubringen?

Dies könnte auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen:

  1. Das geeignete Publikum finden

Wenn Ihr in Eurem privaten oder beruflichen Umfeld interessierte Frauen habt, könnt Ihr gerne einen Vortragstermin (zunächst noch mit mir) vereinbaren.

Das gleiche gilt für direkte Kontakte zu Berufsschulen, Schulen für medizinisches Personal, wie Physiotherapeuten, etc. Erfahrungsgemäß ist es immer gut, direkt beim Verantwortlichen anzufragen.

Wer von Euch hat Kontakte zu Rotaract (Jugendorganisation der Rotarier)?

  1. Selber Vorträge halten – Multiplikator werden (hier biete ich gerne eine Schulung an)
  2. Ausnutzen neuer Medien

Unser Vortrag ist sehr informativ, aber noch etwas kopflastig. Insbesondere wenn wir jüngere Frauen ansprechen wollen, sollten wir ihn etwas „aufpeppen“. Hier stoße ich leider an meine Grenzen und würde mich über Unterstützung sehr freuen. Das gleich gilt für die Nutzung neuer Medien. Wenn Ihr hier fit seid und Ideen habt, wäre es toll, wenn Ihr mitmachen würdet.

------------------------------------------------------------

Veranstaltungsnachlese:

Flyer zur Veranstaltung Altersarmut und Frauen

In Kooperation mit dem Fachbereich Europäische Ethnologie fand am 07.02.2017 im Münchner Stadtmuseum eine Podiumsdiskussion zum Thema: "Altersarmut von Frauen - wie kann man sie bekämpfen?" statt. Aufhänger der Veranstaltungsserie zum Thema Altersarmut war, dass das Thema Alter angesichts des demografischen Wandels und einer neuen Generation älterer Mitbürgerinnen und -bürger von Wissenschaft und Politik sowie Medien und Märkten gegenwärtig neu entdeckt wird. Gleichzeitig nehmen bei älteren Menschen aktuell - und so auch in teuren Städten wie München -  sozioökonomische Probleme zu.

Gruppenbild Altersarmut und Frauen Veranstaltung 07.02.17

Im gut besuchten Veranstaltungsraum des Stadtmuseums diskutierten von links nach rechts: Julia Obermeier (CSU), MA Alex Rau (LMU), Moderatorin Dr. Petra Hermann Bayern 2 und ARD Alpha (kurzfristig eingesprungen für die erkrankte Iska Schreglmann), Monika Klinger (Zonta München, nicht Teil der Podiumsdiskussion), Claudia Tausend (SPD), Prof. Dr. Irene Götz (LMU), Doris Wagner (Die Grünen).

Die Podiumsdiskussion war die letzte Veranstaltung im Rahmen einer Vortragsreihe des Fachbereichs Europäische Ethnologie der LMU mit insgesamt sechs Vorträgen. Hiebei wurde die Vielschichtigkeit der Lebenswelten älterer Menschen und der entsprechenden Altersbilder untersucht. Die Serie widmete sich dabei brisanten Fragen des „prekären Ruhestandes“ oder behandelt neuere Debatten um Schönheit und Körper im letzten Lebensdrittel.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion entspann sich ein reger Austausch mit dem Publikum, so dass sich alles Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig waren: zu diesem Thema gibt es noch viel zu sagen; sowie der Wunsch geäußert wurde, dass der Dialog hoffentlich fortgesetzt wird. Monika Klinger bedankte sich stellvertretend für ZONTA München abschließend bei allen Diskutantinnen und freute sich, dass so viele Zontchens den Weg ins Stadtmuseum gefunden hatten.

Weitere Informationen zum Projekt des Fachbereichs Europäische Ethnologie der LMU findet sich hier: http://www.volkskunde.uni-muenchen.de/forschung/forsch_projekte/prekaere...

 

Ein Kooperationsprojekt der Zonta Clubs in München  und des Caritasverbandes München

Im Jahr 2015 haben die vier Münchener ZONTA Clubs in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband München einen Fonds "ALTERSARMUT UND FRAUEN" eingerichtet, um von Armut betroffenen bzw. an der Armutsgrenze lebenden Frauen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen und schnell und unbürokratisch zu helfen.

Die Reform der Sozialgesetzgebung im Jahr 2004 hat für viele, vor allem für Frauen im Rentenalter, zu gravierenden Einschnitten geführt. In der "Grundsicherung im Alter" werden seither keinerlei Sonderleistungen mehr über den Regelsatz hinaus vom Sozialamt erbracht. Dieser Betrag lag 2014 für Alleinstehende bei 391 Euro plus Warmmiete. In einer Stadt wie München mit hohen Lebenshaltungskosten gestaltet sich damit das Leben zunehmend schwieriger. Frauen sind in besonderem Maße von Altersarmut betroffen, da sie oft nur geringe Rentenansprüche aus eigener Berufstätigkeit haben. Außergewöhnliche Belastungen wie z.B. eine Waschmaschinenreparatur oder Hilfen bei der pflegerischen Versorgung, die nicht von der Pflegeversicherung gedeckt sind, können dann kaum mehr getragen werden.

Mit dem Fonds "ALTERSARMUT UND FRAUEN" unterstützen die vier Münchener ZONTA Clubs in der Regel Frauen ab 60 Jahren, die in der Landeshauptstadt München leben. Anträge können über den Caritasverband München unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Staatsangehörigkeit gestellt werden. Das dichte Netzwerk der Caritas-Einrichtungen wird genutzt, um ohne zusätzliche Verwaltungskosten das Ziel des gemeinsamen Projektes zu erreichen: Frauen, die ihrer Armut wegen zurückgezogen und isoliert leben, in schwierigen Situationen zu helfen und sie wieder teilhaben zu lassen am öffentlichen Leben. Damit kommt jeder Euro direkt bei den Betroffenen an!

Ansprechpartnerin für Anträge bei der Caritas
Frau Claudia Richter
Referentin Finanzen, Geschäftsführung CZ München Stadt / Land
Hirtenstr. 4, 80335 München
Tel.  551 69 767
claudia.richter(a)caritasmuenchen.de
Bürozeiten: Di bis Fr 8:00 - 13:00 Uhr

Ihre Spenden unter dem Stichwort "Altersarmut und Frauen" sind herzlich willkommen.

Zonta Club München II
Ärzte- und Apothekerbank
IBAN DE32 300606010003812555
BIC DAAEDEDDXXX